Norwegen 2013 – Süd-, Fjord- und Ostnorwegen

DIESER REISEBERICHT IST NOCH NICHT FERTIG GESTELLT!

Norwegen ist immer eine Reise wert, doch das ich bereits nach drei Jahren wieder zurückkehren werde, hätte ich nie gedacht.

Meiner Freundin habe ich unseren ganzen Schottland-Urlaub über vorgeschwärmt wie toll Norwegen doch ist und das wir es irgendwann einmal gemeinsam bereisen müssen. Wer Schottland mag, wird Norwegen liegen hatte ich ihr gesagt. Meiner Meinung nach kann man Ähnlichkeiten zwischen den Highlands und Schottland sehen. Norwegen ist Schroffer, Gewaltiger und um Dimensionen größer.

Durch sehr glückliche Umstände konnten wir einen „kleinen“ Camper, ein Wohnmobil, nutzen. Ein Renault Master Twin M der Adria-Reihe. Auf 6 Metern Länge, alles was das Herz begehrt. Ein richtiges Dach über dem Kopf und ein vollwertiges Bett zum Schlafen.

Im Vergleich zu den vergangenen Motorradreisen purer Luxus. Verweichlicht, möge man mich nennen, doch kompromissbereit ist es wohl viel eher. Es geht mir um die Reise, des Erlebnis und nicht um das „Wie“.

 

Planung und Route

Zur Verfügung standen uns drei Wochen unseres Jahresurlaubs. Ziel sollte Erholung und Pausen sein.

Für das Erreichen des Nordkaps hatte ich 2010, über die Lofoten, 4.600 km benötigt. Diese Strecke hätte in irgendeiner Weise in umgekehrter Richtung ebenfalls absolviert werden müssen. Somit kam dieses Szenario nicht in Frage.

Um möglichst viel neues zu sehen (galt nur für mich, meine Freundin war noch nie in Norwegen), entschieden wir uns für den Teil südlich Trondheims und die Fjorde im Westen.

Sehenswertes integrierten wir in die Route, wodurch sich der Süden, die Stadt Bergen, ein erneuter Besuch des Geirangers, die Atlantik Road und Jotunheimen in die Route einfügten. Geplante und die mit Garmin MapSource entworfene Route ergaben etwa 4.700 km. Die Route sollte eine grobe Richtung sein, aber weder ein Muss noch ein Zeitplan.

Aus 4.700 km als Gesamtfahrstrecke resultierten in der Theorie etwa 250 km pro Tag, womit meine Liebste absolut leben konnte.

 

Tag 1 – Stand 38.363 km – Wagenitz (Deutschland) nach Larvik (Norwegen)

  • Übernachtet im Haus der Schwiegereltern
  • perfekte Unterkunft
  • bei regnerischen Wetter aufgebrochen und je nördlicher wir kamen, desto sonniger wurde es

Bevor es so richtig los ging, konnten wir unser Vorhaben noch gar nicht fassen. Seit Wochen lagen die Bedienungsanleitungen des Campers in unserer Wohnung, doch die Zeit, einen Blick in die Bücher zu werfen, fehlte. So stand der Renault Twin Master am Morgen auf dem Hof und wartet eingeräumt auf die Abfahrt.
Im ersten Routenentwurf wollten wir die großen Brücken überfahren, um auf dem Landweg nach Norwegen zu kommen. Das attraktive Angebot mit der Fähre von Hirtshals in Dänemark nach Larvik in Norwegen zu fahren, lies uns diesen Plan ändern. Für 133 Euro, Montag Nacht in Norwegen anzukommen, erschien uns perfekt.

So stand für unseren ersten Urlaubstag eine lange Autobahnfahrt bevor. 750 km sollten es bis zum Nordzipfel in Dänemark sein, um die 22:15 Uhr abfahrende Fähre zu erreichen.
Unsere Erwartungshaltung beschränkte sich am ersten Tag lediglich darauf, ereignislos auf dem Boot einzuchecken, um es ab dem Folgetag ruhiger angehen zu lassen.

Wir fuhren etwa 10:45 Uhr bei den Schwiegereltern los und kamen fit und voller Vorfreude um 20:30 Uhr am Fährhafen an. Eingereiht in der Warteschlange beobachteten wie jede Menge norwegische Rally-Fans in ihre Heimat zurückkehren wollten.

Die Fähre legte pünktlich ab, so dass wir nach fast vier Stunden fahrt, ebenso pünktlich in unserem Urlaubsland Norwegen einliefen.
Am 3. Juni fuhren wir um 2 Uhr morgens unsere ersten Kilometer auf norwegischen Straßen. Unser Ziel war es einen ruhigen Stehplatz für die Nacht zu finden, um ein paar Stunden zu schlafen und ausgeruht unseren Urlaub einzuläuten.

Tag 2 – Stand 39.154 km – Larvik nach Gvarv

  • Wildes Camping nahe Larvik
  • etwas versteckt auf einer Lichtung nahe der Straße
  • Sonne und trocken

Tag 3 – Stand 39.242 km – Gvarv nach Brusand

  • Campingplatz in Gvarv „Teksten Familiecamping“ = 150 NOK
  • günstig
  • Sonne, Wetter für kurze Sachen

Tag 4 – Stand 39.682 km – Brusand nach Sauda

  • Campingplatz in Brusand mit Meerblick „Brusand Camping“ = 210 NOK
  • großer Campingplatz, direkt am Meer, sauber, teuer
  • Sonne, trocken

Tag 5 – Stand 39.858 km – Sauda nach Blindheim nahe Bergen

  • Campingplatz in Sauda „Sauda Camping“ = 290 NOK
  • zu teuer
  • Sonne, trocken

Tag 6 – Stand 40.095 km – Blindheim nahe Bergen nach Tvinne

  • Campingplatz in Blindheim bei Bergen = 180 NOK
  • Sonne und trocken in der regnerischsten Stadt Norwegens, erst beim Aufbruch leichter Nieselregen

Tag 7 – Stand 40.266 km – Tvinne nach Reed

  • Campingplatz am Tvinnefossen direkt am Wasserfall = 180 NOK
  • grandioser Campingplatz an einem wunderschönen großen Wasserfall, sauber, nicht überlaufen
  • frischer Wind, aber trocken

Tag 8 – Stand 40.495 km – Reed an die Rv 15 nahe der Rv 63

  • Campingplatz in Reed = 240 NOK
  • freundliche Campingplatzbetreiberin, etwas Chaotisch, zu teuer, toller Platz am Fjord allerdings Wiese verdreckt mit Hundekot
  • in den Bergen recht frisch, aber trocken mit Sonne

Tag 9 – Stand 40.693 km – Rv 15 nahe der Rv 63 nach Mittet

  • Wildes Camping nahe der Straße am See
  • toller See in den Bergen, fließendes Wasser in Form eines Flusses, baumlos, direkt an der Straße, mit Mülleimer
  • Sonne am Geiranger und Trollstigen, frischer Wind

Tag 10 – Stand 40.860 km – Mittet an die Rv 64 auf Averoya

  • Campingplatz in Mittet = 180 NOK
  • toller kleiner Campingplatz, gratis Dusche, gratis Internet und gratis Waschmaschine, sauber und familiär

Tag 11 – Stand 40.995 km – Rv 64 auf Averoya nach Foldfjord

  • Wildes Camping am Atlantischen Ozean
  • toller Parkplatz mit phantastischer Aussicht, mit Sitzgelegenheiten und Tischen, große Mülleimer und Fernglas
  • frischer Ozeanwind, aber Sonne satt

Tag 12 – Stand 41.224 km – Foldfjord an die Rv 15 nahe Billingen

  • Campingplatz „Nothaugen Camping“ = 240 NOK
  • zu teuer, für Angler gedacht, tolle Plateaus für WOMOS, direkt am Wasser, am Eingang mit Internet
  • anfangs Sonne, Regengüsse auf der E 6 durch den Dovrefjell-Nationalpark

Tag 13 – Stand 41.704 km – Rv 15 nahe Billingen nach Lom

  • Wildes Camping an der Rv 15 nahe der Straße
  • gegenüber eines Sees, an der Straße auf Schotteruntergrund und kahlem Gehölz drum herum
  • Sonne satt, hin und wieder leichter Nieselregen

Tag 14 – Stand 41. 788 km –  Lom nach Sogndal

  • Campingplatz direkt in Lom „Nordal Turistsenter“ – 220 NOK
  • moderner Campingplatz, tolle Sanitäranlagen, perfekt im Ort gelegen, wunderschöner Ort mit Blick auf die Stabkirche, gratis Dusche
  • heute schien nur die Sonne, etwa 16 °C trotz Schnee in den Bergen Wetter für kurze Sachen

Tag 15 – Stand41.932 km – Sognal nach Vang

  • Campingplatz nahe Sognal „Kjornes Camping“ = 200 NOK
  • toller Campingplatz direkt am Fjord, modern, sauber, nicht zu groß, kein Schatten, Internet

Tag 16 – Stand 42.155 km – Vang nach Rv 51 nahe Gol

  • Campingplatz = 170 NOK plus 40 NOK für Strom
  • akzeptabler Campingplatz, die Ausstattung ist etwas veraltet, aber halbwegs sauber und nicht überlaufen, am See
  • etwas windig, aber Sonne satt

Tag 17 – Stand 42.250 km – Rv 51 nahe Gol (Norwegen) nach Varberg (Schweden)

  • Wildes Camping an der Rv 51 nahe Gol
  • ein halbwegs versteckter Platz an der Straße mit einem kleinen Fluss
  • wieder viel Sonne, wenig Wolken

Tag 18 – Stand 42.835 km – Varberg (Schweden) nach Busdorf bei Schleswig (Deutschland)

  • Campingplatz „Apelviken“ = 290 SEK
  • ein furchtbarer Campingplatz, Massenabfertigung, Wohnwagen so weit man gucken konnte, sauber, modern, aber nicht familiär, Betreiber schenkte uns die Duschkronen
  • abends bewölkt, sonst Sonne in Norwegen

Tag 19 – Stand 43.462 km – Busdorf bei Schleswig nach Berlin

  • Wildes Camping auf dem Parkplatz des „Winkinger Museums Haithabu“ 

Heimkehr nach 5.575 km.